Von der Provinz in die kleine Großstadt Weimar

By Schreibender Kollegiat, September 5, 2016

P1080630Vor genau einem halben Jahr habe ich nach 7 Jahren Quedlinburg beschlossen: „Felix, du brauchst mal einen Tapetenwechsel. Du musst mal aus dem vom demographischen Wandel gebeutelten Sachsen-Anhalt in die Großstadt. Wenn nicht nach Berlin, dann doch zumindest nach Weimar.“ Das erschien mir ein guter Kompromiss aus Größe, Kultur und Natur.

Goethe hatte ich im Harz sowieso immer vor Augen. Auf dem Brocken, den er am 10. Dezember 1777 erstmalig bestieg, damals noch durch unwegsames Gelände. Auf der Teufelsmauer, wo er 1784 geologische Studien durchführte. Und nicht zuletzt im Bodetal, unweit meiner damaligen Arbeitsstätte -der Waldorfschule Harzvorland– , wo der Goethefelsen nach ihm benannt wurde.

Ich habe tolle Wanderungen durch den Harz gemacht. Wunderschöne mystische Orte entdeckt, die mich inspiriert und bereichert haben. Natur in ihrer schönsten Form. Schroffe Klippen, mittelalterliche Städte vor majestätischen Bergpanoramen, lieblich gewelltes Harzvorland, verwunschene Pfade durchs Dickicht.

Aber die Zeit wurde mir lang und es kam wie es kommen musste. Ich kündigte meine Wohnung und verabschiedete mich unter Tränen von meiner geliebten Welterbestadt Quedlinburg, um eine neue Heimat zu suchen.

In Weimar wusste ich noch nicht so recht was zu tun oder zu lassen. Mein erster Anlaufpunkt war Weimar-West. Aber das sollte nicht meine neue Heimat werden, beschloss ich.

Nach bestandener Aufnahmeprüfung kam ich ins Thüringen Kolleg, und dort ins Internat.

http://www.harzdruckerei.de/uploads/pdf-products/Goethezeitung_17.pdf

 

 

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